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Der Erlkönig anno 2002
Wer surft so spät durch Nacht und Netze?Es ist der User in wilder Hetze!Er hält sein Windows fest im Arm,und auch dem Modem ist schon warm. "Mein Windows, was birgst du so bang dein Gesicht?"Siehst, User, du das Virus nicht?Den Trojanerkönig mit Macro und Wurm...
Der Programmkönig
(Frei nach J.W. v. Goethe) Wer tastet sich nachts die Finger klamm?Es ist der Programmierer mit seinem Programm!Er tastet und tastet, er tastet schnell,im Osten wird schon der Himmel hell.Sein Haar ist ergraut, seine Hände zittern,vom unablässigen Kernspeicher...
Viruswarnung
Es gibt einen neuen, äußerst gefährlichen Virus der verheerende Auswirkungen haben kann. Microsoft, IBM, NAI, Symantec, VDO und auch sämtliche Raiffeisenbanken haben seine Existenz schon bestätigt! Der Name des Virus ist ARBEIT. Wenn Du "ARBEIT" von irgendwo b...
Wo er herkam:
Ich war Operator an der University of Waikato, damals in jenen berauschenden Tagen, als "Helpdesk" noch ein Fremdwort war, die Plattenquote (diskquota) alles bedeutete und Menschenleben für ein paar Seiten Laserausdrucke verkauft und gekauft werden konnten – w...
Die Geburtsstunde des Bastards
So um 1988-89 herum – genau weiß ich es nicht mehr – schrieb ich gerade am Striped Irregular Bucket (einer Serie von schrägen Artikeln, die weniger eine Handlung hatten, sondern eher dazu dienten, einen Bewusstseinsstrom-Eimer auszuleeren). Ich befand mich in ...
Mission Control und der Weg zurück
Ich spielte eine Zeit lang mit dem „Bastard System Manager From Hell“ herum, legte aber auch den schlafen. Ende '92 ging ich für ein Jahr nach London, um mein Glück zu suchen und zu sehen, ob die Straßen dort mit Gold gepflastert waren. Waren sie nicht, aber e...
Kapitel 1
Ich sitze also wieder in meinem Büro und konfiguriere den Router um, als das Telefon klingelt. Irgendwie wusste ich, dass das passieren würde. Ich werde offensichtlich meine Nummer (und den Operator) SCHON WIEDER ändern müssen. Ich nehme ab. „Fangen Sie an zu ...
Kapitel 2
„Sie wollen mir also sagen, dass das Netzwerk sperrangelweit offen für Hacker steht?“, fragt der Chef. Der Abteilungs-Arschkriecher nickt. Ich hingegen schüttle den Kopf. Dreimal dürft ihr raten, wem er glaubt. „Und was haben Sie gegen diese Sicherheitslücken ...
Kapitel 3
Ich bereite mich gerade auf eine sechswöchige Sause in den USA auf Firmenkosten vor, zusammen mit dem Chef, um uns „neues Kommunikationsequipment“ anzusehen. Das bedeutet, ich muss jemanden einstellen, der meinen Job erledigt, während ich weg bin. Der Ex-Abtei...
Kapitel 4
Ich bin also mit Sharon, der Sekretärin des Ex-Chefs, in den Staaten, um neue Netzwerk-Hardware und -Software zu begutachten. Der Chef konnte leider nicht mitkommen, nachdem er eine unglückliche Meinungsverschiedenheit mit dem CEO hatte. Das passierte, als der...
Kapitel 5
Was bisher geschah... Der Bastard Operator from Hell und Sharon, die Sekretärin seines Ex-Chefs, befinden sich auf einer Informationsreise in den Staaten, um „Sicherheits-Hardware“ zu prüfen... Sharon und ich müssen diesen Spesenritt plausibler erscheinen lass...
Kapitel 6
Das Problem, wenn man auf einer Sause – Verzeihung, auf einer „Informationsreise“ – in den Staaten war, ist der verdammte Haufen Papierkram, den man danach aufarbeiten muss. Normalerweise schiebe ich das einfach beiseite, und wenn sich einer der Sesselpupser v...
Kapitel 7
Nach ein paar Tagen Abwesenheit versuche ich immer, etwas früher reinzukommen, um alles aufzuarbeiten. Als ich also gegen 11 Uhr aufschlage, finde ich den Laden unheimlich ruhig vor. Das könnte zweierlei bedeuten: Entweder hat mein Stellvertreter meine Abwesen...
Kapitel 8
Ich sitze an meinem Schreibtisch und konfiguriere gerade meinen Netzwerkmonitor um, als das Telefon klingelt. Die Anrufer-ID verrät mir, dass es einer der Berater aus der Abteilung der Erbsenzähler im sechsten Stock ist. Ich nehme den Hörer ab, sage „Falsch ve...
Kapitel 9
Ich sitze in meinem ersten Budget-Meeting des Monats, das einen und NUR einen Zweck hat: unseren Modem-Pool um 10 Modems zu erweitern. Auf der Budget-Skala sind das Peanuts, aber es setzt einen Präzedenzfall für zukünftige Sitzungen – eine Tatsache, die niemal...
Kapitel 10
Ich bin nicht beeindruckt. Der Chef hat gerade das B-Wort ausgesprochen – und das völlig ohne Provokation. „Was haben Sie gesagt?“, frage ich, immer noch im Unglauben darüber, was meine Ohren mir da melden. „Oh, spielen Sie nicht den Schockierten. Ich dachte, ...
Kapitel 11
Im Netzwerkbereich ist heute tote Hose, und aus irgendeinem Grund fühle ich mich ein wenig wie Clint Eastwood ... „Ich weiß, was du jetzt denkst. Du fragst dich: Überwacht er den vierten Stock oder den fünften? Nun, um ehrlich zu sein, bei all dem Trubel habe ...
Kapitel 12
Es ist mal wieder Zeit für einen neuen Chef. Da dies das Ergebnis politischer Ränkespiele ist, in die ich nicht involviert war, bin ich besorgt. Doppelt besorgniserregend: Der offizielle Büro-Funk (Sharon, die Sekretärin des Ex-Ex-Chefs) meldet, dass der Neue ...