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Die Geburtsstunde des Bastards

So um 1988-89 herum – genau weiß ich es nicht mehr – schrieb ich gerade am Striped Irregular Bucket (einer Serie von schrägen Artikeln, die weniger eine Handlung hatten, sondern eher dazu dienten, einen Bewusstseinsstrom-Eimer auszuleeren). Ich befand mich in einer ähnlichen Situation wie der arme Operator, über den ich schrieb: Ich war gelangweilt. Also hämmerte ich eine Episode raus, die weit weniger beleidigend war als einige meiner vorherigen Posts (ich las zu dieser Zeit viel zu viel in alt.tasteless). Irgendwo im Text erwähnte ich das Computing und das „Bastard Operator from Hell Manual“. Kurz nach der Veröffentlichung bekam ich die ersten E-Mails von Leuten, denen die Idee eines Handbuchs darüber, wie man fies zu Usern ist, gefiel.

(Man muss bedenken: Zu dieser Zeit wurde das Usenet eigentlich nur von Computer-Halbliteraten und Aufwärts genutzt, und nicht von den hufengepeitschten Luser-Typen, die sich heute dort herumtreiben. Es gab damals also einen höheren Prozentsatz an Support-Leuten im Vergleich zu Luser-Typen, und ihnen gefiel die Vorstellung einer Welt, die zur Abwechslung mal zu ihren Gunsten gewichtet war.)

E-Mails zu erhalten war an sich schon ungewöhnlich, aber nicht-lokale und nicht-jammernde E-Mails zu bekommen, war fast unerhört. Ich war überrascht. Ich hielt es jedoch nur für eine kurze Modeerscheinung, ignorierte das Offensichtliche (dass die Leute es liebten) und schrieb an anderen Dingen weiter, wobei ich den BOFH (der bis dahin noch so gut wie namenlos war) in Striped Irregular Bucket #5 wiederbelebte. Es kamen mehr E-Mails, und da ich nicht schwer von Begriff bin, dachte ich mir, ich haue mal ein paar BOFH-Artikel raus. Und es kamen noch mehr E-Mails. Ich schrieb noch ein bisschen mehr und brachte den BOFH dann um (wie ich es oft mit Charakteren tat, die ich in eine Sackgasse geschrieben hatte), nur um festzustellen, dass die Leute ihn nicht tot sehen wollten. Ich erweckte ihn für eine Weile wieder zum Leben, bis mir die Fantasie und die Ideen ausgingen und ich die Sache ruhen ließ. In manchen Jahren hämmerte ich zu Weihnachten einen schnellen Artikel raus, meist kurz vor oder während der Büroparty.